Nachhaltigkeit im Lorely-Saal
Jede*r Einzelne, aber auch jedes Unternehmen ist mit dem Thema Nachhaltigkeit konfrontiert – und auch im Lorely-Saal ist uns dieses Thema ein großes Anliegen.
Neben der selbstverständlichen Mülltrennung im Vorfeld einer Veranstaltung machen wir es auch unseren Besucherinnen und Besuchern leicht, ihren Abfall bereits im Foyer- und Barbereich zu trennen. Beschriftete Container für Papier, Glas, Plastik/Dosen sowie Restmüll stehen dafür bereit.
Aus Erfahrung wissen wir, dass es für viele Gäste einfacher ist, Müll unsortiert zu entsorgen. Daher wird hausintern, bevor die Behälter entleert werden, kontrolliert, ob sich recycelbare bzw. trennbare Wertstoffe darin befinden. Diese werden entsprechend aussortiert.
Im Zuge der Renovierung haben wir zahlreiche Elemente wiederverwendet bzw. im Sinne des Upcyclings genutzt: etwa die ursprünglich vollständig zerlegten antiquarischen Luster, die renoviert und neu zusammengesetzt wurden, die gebraucht erworbene Sitzbank im Foyer oder die ikonische Bar, die aus Elementen und Leuchtröhren der Portiersinsel des ehemaligen Philipps-Hauses gefertigt wurde. Auch die Messingleuchter im Foyer sind erhalten geblieben.
Die Bühnentechnik bzw. Beleuchtung wird, wo immer möglich, mit LED-Leuchten ausgestattet und trägt so zu einem geringeren Stromverbrauch bei.
Unsere Frischluftanlage stellt einen großen technischen Fortschritt dar: Zwar konnten die bestehenden Zu- und Abluftwege genutzt werden, sodass keine baulichen Veränderungen erforderlich waren, jedoch ermöglichen moderne Wärmepumpen die Zufuhr gekühlter bzw. im Winter vorgewärmter Frischluft. So entsteht ein gesundes Raumklima.
Natürliche Baustoffe wie Eichenparkett, Linoleum und Stuckaturen aus Gips tragen ebenfalls zu einem angenehmen Raumklima bei und sind zudem nachhaltig.
Auch die Schwingtüren mit dem Originalglas wurden erhalten – heute allerdings mit modernen Elektromagneten ausgestattet.
Viele der erhaltenen oder ergänzten Elemente wurden antiquarisch erworben und so einer weiteren Nutzung zugeführt. Dieser Gedanke setzt sich auch in der Verwendung von Vintage-Geschirr und Gläsern an der Bar fort.
Auch bei externen Caterern legen wir großen Wert auf die Verwendung von waschbarem Geschirr und darauf, Einweglösungen möglichst zu vermeiden. Diese Haltung bitten wir auch unsere Veranstalter:innen zu berücksichtigen.
Ausdrucke werden nur im absolut notwendigen Ausmaß erstellt. Selbst Noten werden häufig durch digitale Lösungen ersetzt. Notenmaterial wird zudem niemals entsorgt, sondern in entsprechenden Orchesterarchiven aufbewahrt.
In den Garderoben stellen wir Wiener Wasser in Glaskaraffen mit Trinkgläsern zur Verfügung – auch das trägt zur Müllvermeidung bei.
Plastikflaschen im Veranstaltungsbereich lassen sich aus verschiedenen Gründen nicht immer vermeiden. Durch das Pfandsystem werden sie jedoch wiederverwendet.
Beim Blumenschmuck achten wir auf Fairtrade-Pflanzen bzw. verwenden Blumen aus dem hofeigenen Garten. Auf Plastikdekorationen wird vollständig verzichtet.
Ein Veranstaltungsbetrieb erfordert immer wieder Kompromisse. Wo immer es möglich ist, setzen wir jedoch auf mehrfach nutzbare Lösungen und wiederverwendete Materialien.
Wir hoffen, dass unser Anspruch an nachhaltige und erneuerte Lösungen auch bei unseren Gästen Anklang findet.
Die Nutzung eines bestehenden Gebäudes ist per se nachhaltig und besitzt einen Charme, mit dem neu errichtete Hallen kaum konkurrieren können. Darüber hinaus trägt die Möglichkeit, kulturelle Veranstaltungen außerhalb der Innenstadt – jedoch öffentlich gut erreichbar – zu besuchen, zur Entlastung der Innenstadt und zu einer höheren Lebensqualität in den Bezirken außerhalb des Gürtels bei.